Julia Frank, die junge Bildhauerin aus Mals nimmt am Kunstprojekt im Bunker 23 mit drei ihrer Arbeiten teil.
"Overexploted" (21 x 32, Collage Holz, Papier, Akryl), ist der Titel des ersten Werks und einer ihrer aktuellsten Arbeiten, die fast zeitgleich mit "29-11" realisiert wurde. Julia Frank sucht anhand der Verabeitung dieser Arbeit, die Antwort auf Gewohnheiten, Notwendigkeiten und Verhaltensweisen des sozialen Wesens. "Nun, wie viel haben oder wie viel benötigen wir. Was schaffen wir und was vernichten wir parallel. Der MENSCH klettet sich an Vereinfachungen und oberflächlichen Mitteln und dabei scheint es als würde er sich selbst und sein Umfeld dabei verlieren..." (Julia Frank).
Die Collage beinhaltet ein etwa 30 Jahre altes Bild, auf dem Bild ist eine Waldlandschaft abgebildet, sie hat Spuren hinterlassen, sagt Julia. Die Künstlerin selbst dringt in das Bild ein, und zwar mit einer Vorgehensweise, die Vergangenheit und Gegenwart zu Einem verschmelzen lässt. Es ist der Kontrast der früheren Lebensweisen zu der Jetzigen, die Julia uns vor Augen halten will und mit dieser Collage aufgreift.
Zweites Werk der Künstlerin ist die schon erwähnte Skulptur "29-11" (80 x 75 x 80, Kunstharz, Pigment). 29-112 ist als persönlicher Code zu verstehen. Der Körper dieser Figur bringt uns in eine zwiespalitge, nicht zur Gänze erklärbare Situation, wir können nicht wirklich einschätzen ob sich das tierische Wesen in einer Position des "Niederlassens" befindet oder ausholt um anzugreifen. Nach der ersten Sichtweise nimmt der Körper schon fast die Rolle eines scheuen Tieres an, das sich verstecken will, Angst hat. Mit anderen Augen betrachtet ist es diese schleichartige Bewegung der List, die als sehr bedrohend wahrgenommen wird. Doch ist die Position als Moment des Wartens zu interpretieren, das Warten auf den Moment der spontanen Handelsweise. Wir haben es mit dem von Menschen verlorenen tierischen Instikt zu tun, der in dieser Skulptur festgehalten wird. Zudem spielt die Figur eine Doppelrolle, wo Elemente der jetzigen Kommunikation und Gestik wiedererkennbar sind und gleichzeitig diese des geschichtlich animalischen und männlichen Wesens entdeckt werden können.
Mit der dritten Arbeit will Julia Frank uns ein Überraschungsobjekt darbieten, außer den Materialien (Plastik, Wachs, Kupfer, Silber, Eisen) ist nichts zu diesem Werk bekannt.
Julia Frank, *1988, Schlanders
2010- 11 Kunstakademie, Carrara
2009- 10 Erasmus, "Facultad di BB.AA Alonso Cano", Granada
2008- 09 Kunstakademie (Skluptur), Carrara
2006- 08 Marmorschule, Pietro Tacca, Carrara
2004- 06 Berufschule für Steinarbeitung
Johannes Steinhaeuser, Laas
Link
http://www.kultur.bz.it/index.php?root=cal&mode=event&evtID=25285&_lC=evt_list

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